Reisen

24 Stunden Fehmarn

Wenn ihr das hier gelesen habt, dann wisst Ihr wo wir die letzten 24 Stunden waren. In dem gut nur 1 Stunde Fahrzeit entfernten Fehmarn. In Westfehmarn gibt es gleich zwei Campingplätze. Bis kurz zuvor wussten wir nicht, auf welchen wir landen werden. Eine Tendenz hatten wir ja schon. So war es denn auch, nicht auf Belt Camping Fehmarn  sind wir gelandet, sondern auf Fehmarnbelt Camping sind wir gelandet. Was wir vorher nicht wussten unter Surfern sehr beliebt. Als wir geben 15.00 Uhr den Platz erreichten waren, die Stellplätze vor der Schranke komplett gefüllt. Uns auch irgendwie viel zu eng.  Bürozeiten sind von 9.00 bis 13.00 und 15.00 bis 17.00 Uhr. Außerhalb der Zeiten gibt es keine Möglichkeit den Campingplatz zu befahren. Somit hatten wir Glück. An der Schranke staute es sich schon ein wenig und beinahe wären wir umgedreht. Gottseidank haben wir das nicht gemacht. Ganz hinten in Reihe W mit Blick auf den Binnensee und nicht so weit vom Naturstrand entfernt stellten wir den Nugget ab und richteten uns heimisch ein. Dann ging es ab ans Meer. Ein schöne einsame Stelle gesucht und das SUP für die Jungfernfahrt vorbereitet.

Das Bord musste auf mindestens 15psi aufgepumpt werden. Wäre das nicht schon anstrengend genug, dachte der Mops wir erhöhen den Schwierigkeitsgrad etwas und platzierte sich in Höhe der Nose. Während dessen hatte es sich die Lena bequem in Schatten der Transportbox bequem gemacht. Die Jungfernfahrt gehörte Susanne. Die bei leichten Wellengang aufs Board kletterte und sich nach unfreiweilligen Abgang sichtlich Spaß entwickelte und nicht zu bremsen war.

Jetzt war ich an der Reihe und Ihr werdet Freude an den Photos haben. Mit leichten Wellengang ist das ganz schön kipplig, finde ich. Aber Hauptsache das Outfit ist klasse. Lange Rede kurzer Sinn. Ich glaube, ich werde eine neue Sportart erfinden Kniend-Paddling. Da fühle ich schon sicherer und kann die Kraft, die in den Oberarmen versteckt ist, optimal einsetzen. So schnell werde ich die Flinte aber nicht ins Korn werfen. Anstelle des offenen Meeres, werde ich es mal mit einem stehenden Gewässer versuchen. Die Müritzer Seeplatte soll ja ganz toll sein. Nun die versprochenen Photos.

Immerhin kann ich behaupten, dass ich an diesem Wochenende anbaden war. Nun das Ganze im traduemari style.

Gegen Abend gingen wir zurück zu unserm Heim auf vier Rändern. Erstmal ein kühles Bier nach der ganzen Anstrengung, dann Duschen und der über dem Meer untergehenden Sonne zu sehen. Herrlich. Ein paar Bierchen später und einem Pilzbürgen im Magen, gingen wir schlafen. Geweckt wurden wir durch a) die Sonne b) kreischende Möwen und c) das Geschnatter der Gänse. Nach einem Frühstück ging es diesmal mit aufgepumpten SUP an der Strand. Eigentlich wäre Abreise bis 11.00 Uhr gewesen. Bei der Anmeldung hatte ich gefragt, ob auch später möglich wäre. Kein Problem, denn zur Zeit sei ja noch nicht soviel los. Allerdings hatte ich nicht die Schließzeiten der Schranke bzw. die Mittagspause berücksichtigt. Es ist tatsächlich so, dass auf dem Platz noch eine Mittagsruhe von 13.00 bis 15.00 Uhr herrscht und ein Abreise nicht möglich ist. Fährt man ganz leise in Schritttempo zu dieser Uhrzeit über den Platz, ruft ein grimmiger Dauercamper einem nur Mittagspause zu. So hatten wir Gelegenheit unter Bäumen einem spannenden Schachspiel von zwei Jungs zusehen. Etwas später als geplant verließen wir dann den Platz, der uns im Grunde gut gefallen hatte.

 

Die Straße, die zu beiden Zeltplätzen führt ist wahrlich nicht breit. Entgegenkommenden Fahrzeuge müssen auf die Bankette ausweichen, um einigermaßen sicher passieren zu können. Ein Mercedes-Vito-Fahrer hatte entweder ein gutes Augenmaß oder einfach nur Glück, als er an uns vorbeifuhr. Ein Camper aus Schwelm hatte leider Pech. Obwohl ich schon ganz schön weit rechts fuhr, touchierten sich unsere Spiegel. Kann mal passieren. Was jetzt kommt, ohne Worte. Also ich halte, um den Schaden (gesprungener Spiegel) zu begutachten. Was macht der Unfallgegner. Fährt einfach weiter. Glücklicherweise fuhr hinter mir ein Hamburger Caddy. Der setzte zurück und bot sich als Zeuge an. Zusammen fuhren wir zum Schwelmer. Ein Endsechziger stieg aus und behauptete, dass er ja auch schon ausgewichen sein, sagte ich ihm, dass ich einen Zeugen hätte. Daraufhin er, seine Frau würde auch bezeugen, dass er auf der Bankette gefahren sein. Der Hamburger, dann zu ihm: Du lügst, du warst die ganze Zeit auf der Fahrbahn. Mann ließ jetzt seine Frau die Formalitäten an unserem Auto aufnehmen. Nun glaubt mal nicht, dass er gedreht hat. Seine Frau durfte den ganzen Weg zu Fuß zurück laufen. So ein Arsch. Also morgen mal die Versicherungen anrufen, zur Werkstatt fahren, während er die nächste vier Wochen eine schöne Zeit hat. Eigentlich müsste die Versicherung doch eine Aufwandsentschädigung zahlen. Für den Abend noch ein Kasten Weißbier gekauft und als Wegzehrung in der Fisch Hütte drei Fischfrikadellen und einen Räuchermops gekauft. Es waren tolle 24 Stunden. Spaß hat es gemacht.

Ich denke den Fellnasen hat es auch gefallen.

 

 

 

Veröffentlicht von

Italienliebhaber, Geniesser, sommerlicher Pfeifenraucher, leidenschaftlicher Koch, Ex-Fiat 500 Fahrer & Hobby-Fotograf, Cmaper

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