DIY

Basteln im Advent

Es wird früher dunkel. Die Abende länger und Corona hat die Welt fest im Griff. Was liegt näher, als für die Adventszeit das Heim mit individuellen Dingen zu verschönern.

Lassen wir der Kreativität freien Lauf. Für den diesjährigen Adventskranz gab es zwei Ideen. Leicht und filigran die eine Idee, etwas massiver die andere Variante. Obwohl sich auf dem Dachboden ein großer Vorrat an weihnachtlicher Deko befindet, mußte für beide Varianten erst mal geshoppt werden. Als die benötigten Materialien eintrafen, machten wir uns ans Werk.

Adventskranz aus Beton

Zuerst mussten die Formen für das Füllen mit Bastelbeton präpiert werden. Hierzu wurde eine Seite mit einem scharfen Cuttermesser geöffnet und die innenliegenden Papierversteifungen entfernt. Anschließend wurden die Messinghalter für die Kerzen mit doppeltseitigem Klebeband an den gewünschten Positionen fxiert.

Danach ging es auf dem Dachboden weiter. Aufgeschnitte Müllsäcke bedeckten den Boden sowie die Arbeitsflächve. Bevor der Beton entsprechend den Vorgaben angerüht wurde, pinselte ich die Innenseite der Zahlen mit Öl aus. Aber irgendwie war das Mischungsverhältnis falsch, denn der Beton wurde zu schnell hart. Mit etwas Wasser verdünnt und die Formen wurde weiter gefüllt. Jetzt musste der Beton aushärten. Am nächsten Tag ging es weiter. Die Pappe ließ sich ganz gut vom ausgehärteten Beton abziehen, aber das Ergebniss war nicht wirklich schön. Enttäuscht musste eine Alternative her. Das ganz noch einmal von vorne und diesmal aber mit weißem Gips anstelle des grauen Betons. Das klappte viel besser. Vielleicht lag es daran, dass wir die Werkstatt in die Küche verlegt hatten.

Die Zahlen wurden dann noch auf einem Tablet plaziert, wobei die 2 mit Heißkleber vor Umfallen geschützt wurde. Jetzt noch ein Bändchen keck umgebunden, ein paar Hagebuttensträucher drappiert und die Kerzen aufgestellt. Adventskranz 1 ist fertigt.

Aus Korken, Draht und Miniaturbäumen entsteht der zweite Adventskranz

Nachdem der erste Versuch mit Beton gescheitert und ich ein wenig frustriert war, musste ein schnelles Erfolgserlebnis her. Die zweite Variante sollte nicht so schwierig sein. Leider reichten die über Monate gesammelte Korken nicht für dieses Vorhaben, so daß ein Karton mit ausreichend nie benutzten Korken den Vorrat ergänzte. Erst einmal ging es wieder hinauf auf den Dachboden, um die Grundplatte aus dünnem Sperrholz zu sägen (Pappe erschien mir nicht stabil genug). Wieder einmal improvisiert, da beide Zirkel nicht auffindbar waren. Dann probehalber die Korken auf der Platte angeordnet und mit Heizkleber fixiert. Somit war der “Unterbau” fertig.

Die Minitaturweichnachtsbäume waren schnell mit Kleber befestigt. Bei den Drahtbäumen tat ich mich schwer. Es hat mehrere Anläufe gedauert, bis mir das Ergebnis gefiel. Nun noch mit einem Edding die selbstgebogenen Tannen schwarz lackiert und er zweite Kranz ist fertig und steht seit dem auf unserem kleine Couchtisch.

Windlichter

Nach dem die Zahlen für den Adventskranz trocknen musste, wollte ich die Windlichter in Angriff nehmen. Dazu hatte ich einen Luftballon auf einem Glas mit Klebeband befestigt. Über den Ballon verteilte ich per Hand den noch verfügbaren Beton. Entweder war der Beton falsch angemixt oder es lag an der falschen Technik. Es entstand keine homegone Masse. An einigen Stellen war der Beton so dünn, dass man den Luftballon sah. Letztendlich platze der Ballon und verteilte sich im nahen Umfeld der Arbeitspllatte.

Auch hier führte wir den zweiten Versuch mit Gips aus. Zusätzlich zu dem Gips haben wir altes Papier verarbeitet. Wie auch schon bei den Zahlen hatten wir am Ende zwei Windlichter.

Nach dem Trocknen wurde die Innenseite noch mit Maya Gold in einem orangem Farbton gestrichen. Ein Teelicht reingestellt und dann auf die Fensterbank dekoriert. Die Windlichter zaubern im Dunkel ein wirklich stimmungsvolles Licht.