Alltag

Die Woche im Rückblick

Jetzt haben wir schon März. Kinders wie die Zeit vergeht. Aber das sagten die Eltern auch schon, dass mit zunehmenden Lebensalter das Gefühl hat, dass die Zeit immer schneller vergeht. Genau vor einer Woche saß ich bei zweistelligen Plusgraden (auf unserer geschützten Terrasse) und Sonnenschein auf der Gartenbank ,die erste Pfeife des Jahres 2015 smokend. Heute bei typisch norddeutschen Schmuddelwetter ziehe ich den Ohrensessel mit Blick in den Garten vor. Die Woche startete mit dem schönsten Wetter, veränderte sich aber zur Wochenmitte. Beruflich verliefen die letzten sieben Tagen parallel zum Wetter. Es fing bombastisch an und ab Mittwoch entwickelte sich die Woche zum Desaster. Ein großer Auftrag platzte wie eine Seifenblase und von da ging es bergab. Einfach Augen zu und durch. Scheinbar hatte die Woche ein schlechtes Karma, weil es ebenfalls auf der Arbeit der Frau nicht wirklich rund lief. Für den Stress entschädigten aber die morgendlichen Gassirunde mit den Hunden. Lena entschied sich sogar an zwei Tagen Ferdi und mich zu begleiten. Ich mag es, wenn der Tag ganz langsam und ruhig anfängt. Die Sonne über den nebligen Feldern aufgeht. Von der täglichen Hektik des anbrechendes Tages noch nichts zu spüren ist. Mit viel Glück begegnet einem ein Fischreiher der gerade frühstückt, ein Eisvogel der schnell über die Fluss fliegt, wie ein Reh in den Wiesen in Deckung geht oder eine kleine Feldmaus im Laub raschelt. Diese kleine Begebenheiten machen mich froh und entschädigen für das frühe Aufstehen, die Kälte oder gar den Regen. Mittlerweile merkt man, dass sich der Winter langsam verabschiedet. Es riecht einfach anders. Das eigentliche Highlight der Woche war der gestrige Theaterbesuch. Im Theater Combinale sahen wir “Eine Sommernacht”. Ich liebe diese kleinen privaten Theater, in denen hauptsächlich Zwei-Personen-Stücke mit minimalen Bühnenbild. Vieles muss sich somit im Kopf abspielen.  I like it.  Nach dem Theater sind wir nach Hause und haben den vorbereiteten Flammkuchen italienischer Art in den Ofen geschoben. Dazu gab es einen leckeren Rotwein. Aber davor waren wir noch mit den Hunden am Sierksdorfer Strand und haben uns den Wind um die Nase wehen lassen. Es war ein ehrliches Wetter. Grauer Himmel, aufgepeitschte See, Wind und ein bißchen Sonne. Ganz anders heute, grauer Himmel, kein Wind und dennoch irgendwie sowas von ungemütlich. Deshalb sind wir auch nur eine kurze Runde über den Deich gegangen. Jedenfalls scheint das ausreichend gewesen zu sein, denn der Mops und die Bullydame schlafen so friedlich.

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Italienliebhaber, Geniesser, sommerlicher Pfeifenraucher, leidenschaftlicher Koch, Ex-Fiat 500 Fahrer & Hobby-Fotograf, Cmaper

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