Alltag Musik & Film

Kleine Wunder in Athen–Filmtipp

Das Programm in der Dummbox konnte mal wieder nicht begeistern. Auch die Spartensender glänzten durch langweilige Konservenkost. Glücklicherweise hatten wir bei einem großen Onlineversen
der vor Wochen unsere DVD-Bibliothek aufgestockt. Darunter auch die griechische Komödie “Kleine Wunder in Athen”. Beim ersten Versuch sind wir glatt eingeschlafen. Was nicht am Film lag, sondern eher der Tatsache geschuldet war, dass nach einem Arbeits-, Putz-, Spazier- und Kochtag einfach die Luft raus ist und im ersten Drittel des Filmes auf der Couch sanft entschlummerten. Gestern wagten wir einen zweiten Versuch. Trotz der Langsamkeit der Erzählung schliefen wir nicht ein. Worum geht es in “Kleine Wunder in Athen”. Ein alleinstehender Kioskbesitzer lebt zusammen mit seiner kranken Mutter, die er nach einem Schlaganfall rührend und ohne Morren pflegt. Darüber ist die Beziehung zu seiner großen Liebe zerbrochen. Loskommen von der Frau seiner Träume kann er nicht. Seine Freunde, ebenfalls Ladenbesitzer im gleichen Viertel, hängen den lieben langen Tag aufgrund von fehlender Kundschaft gelangweilt ab. Lediglich das gemeinsamen Kicken auf der Straße und die Ablehnung von Albanern sind Höhepunkte im beschaulichen Tagesablauf.  Plötzlich wird die heile, griechische Welt auf den Kopf gestellt. Vor den Augen wird in der Mitte der Straße von einem albanische Bautrupp ein Denkmal für den friedlichen Umgang der Kulturen errichtet, Chinesen eröffnen ein erstes Geschäft und plötzlich hat der Kioskbesitzer einen albanischen Bruder. Konflikte entstehen, die Frage nach dem Wer-Bin-Ich tritt in den Vordergrund. Das alles wird in einer liebevollen, langsamen, pointierten Art und Weise erzählt, die einen gefangen nimmt. Halt kein klassischer Kinoblockbuster. Aber ehrlich, dass habt Ihr auch nicht von uns erwartet. Übrigens auch ganz wunderbar “Kleine Verbrechen

Italienliebhaber, Geniesser, sommerlicher Pfeifenraucher, leidenschaftlicher Koch, Ex-Fiat 500 Fahrer & Hobby-Fotograf, Cmaper

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