Alltag

Photowalk Travemünde

Samstag gegen 7.30 Uhr.  Irgendwie finde ich keinen Schlaf mehr. Eigentlich die Zeit um mit dem Mops ein Gassirunde zu gehen. Also stehe ich auf, ziehe mich an und schnappe mir den Mops. Ihm ist nun so gar nicht nach einer morgendlichen Gassirunde und macht auf den Absatz kehrt ins Schlafzimmer. Da stehe ich nun. Das Wetter ist okay und so entscheide ich mich für ein Photowalk, weil an Schlaf ist gar nicht mehr zu denken und photographiert habe ich schon lange nicht mehr. Also schnappe ich mir die Kamera und fahre nach Travemünde. Seit gestern findet dort die zweitgrößte Segelveranstaltung in der Welt statt. Im Zuge der Travemünder Woche hat sich die Promenade in eine Partymeile verwandelt. Kurz vor acht Uhr aber noch Menschen leer. Auch im Fischereihafen nur wenige Menschen. Die Vorderreihe, sonst ein Menschenmagnet, wirkt wie ausgestorben. Die ersten Restaurants richten für die Tagesgäste und Touristen die Tische. Wo gestern noch ausgelassene Partystimmung herrschte, jetzt gähnende Leere. Nur das angeheuerte Wachpersonal ist auf den Beinen. Die zusätzlich aufgestellten Mülleimer bersten. Das Riesenrad ruht sich für den abendlichen Anstrum aus. Die ersten Athleten richten das Wettkampfgerät her. Das Dorf auf Zeit erwacht langsam. Die Begleitboote machen sich für die erste Regatten bereit. Im Zelt der Regattaleitung finden die ersten Besprechungen statt. Kurz vor Ablauf der gebührenfreien Zeit erreiche ich das Auto. Eigentlich hatte ich vor, mir noch ein Heißgetränk bei einem der zahlreichen Bäcker zu kaufen. Aber lange Schlangen bestehend aus Touristen, Einheimischen und Sportlern hielten mich davon ab, denn ich wollte mit meiner Familie gemeinsam im Gärtchen ein leckeres Frühstück geniessen. So machte ich mich dann in Richtung Heimat auf. Kaum hatte ich die Tür aufgeschlossen, begrüßte mich der Mops und die beiden weiblichen Mitbewohner schliefen noch. Bevor ich das Frühstück zu bereiten konnte, noch eine etwas spätere Gassirunde mit dem Mops gehen. Irgendwie ein toller Morgen. Aber ehrlich den dreistündigen Mittagsschlaf auf dem Familienkissen habe ich dann wirklich gebraucht.

 

 

Italienliebhaber, Geniesser, sommerlicher Pfeifenraucher, leidenschaftlicher Koch, Ex-Fiat 500 Fahrer & Hobby-Fotograf, Cmaper

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