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RAW Entwicklung

Gerade sitze ich am alten Lenovo IdeaPad und schreibe diese Zeilen. Seit Ubuntu auf dem betagten Geräte installiert ist, läuft es mit einer angemessene Performance. Das Microsoft Betriebssystem bremste den Rechner stark aus. Die “Wiedergeburt” verdankt das Notebook, eigentlich dem Umstand, dass 4k Videoschnitt auf dem geliebten Chromebook nicht machbar ist. Allerdings auch nicht auf dem Lenovo – dafür reicht einfach die Grafikleistung nicht aus. Gerade auf Reise im Van bietet mir das Ideapad den Vortei einer fest eingebauten Festplatte sowie eines eingebauten SD-Kartenlesers. Nicht zu verachten, wenn man seine ganz normalen RAW-Photos entwickeln möchte. So avancierte das IdeaPad zum neuen Reisebegleiter. Den ersten Einsatz auf der letzten Reise in die Bretagne meisterte es mit Bravour.

Bisher war und ist noch Polar für die Entwicklung der RAW-Dateien auf dem Rechner installiert. Zum Glück hatte ich mich noch vor der Umstellung auf das ABO-Modell zum Umstieg auf die Pro-Version entschieden und kann somit auch weiterhin alle Funktionen nutzen, ohne dass ich im Abo festhänge. Schon mal ein Pluspunkt. Davor nutzte ich den Platzhirschen Lightroom. Eigentlich fand ich das Arbeiten im Adobe Programm super gut und lebte mit dem Kompromiss.

entwickelt mit Darktable
entwickelt mit polarr

Mittlerweile bietet das Betriebssystem Chrome die Möglichkeit auch ganz normale Linux-Programm zu installieren. Für den Videoschnitt verwende ich z.B. Kdenlive. Da ich den Blick über den Tellerrand liebe, suchte ich eines Tages auch eine Alternative zum RAW-Entwickler. Im Netz erscheinen neben Polarr immer Darktable und RAW-Therapee als Alternativen zum Lightroom. Der erste Test mit Darktable war enttäuschend. Kam gar nicht damit klar. Obwohl die Optik schon sehr nahe am Aussehen des Platzhirschen lag. Stellte das Produkt dann ein wenig hinten an und probierte RAW-Therapee aus.

entwickelt mit Darktable
entwickelt mit polarr

Der Einstieg in Raw-Therappe klappte für mich besser. Aber mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass der Workflow für mich nicht so gut passt. Also erhielt Dark-Table eine zweite Chance. Die Bilder von der Bretagnentour schlummert noch als Rohmaterial auf dem Rechnen. So wurde aus den 100er Photos 10 ausgewählt, um den richtigen Workflow zu finden. Da beide kostenfreien Linux-Derivate ähnlich arbeiten, fand ich mich diesmal besser zu recht. Kann mir durchaus vorstellen, die nächste Reise komplett mit Darktable zu bearbeiten, sofern es notwendig ist.

entwickelt mit Darktable
entwickelt mit polarr

Darktable läuft auf dem Lenovo wirklich richtig gut. Einziger Nachteil ist die Auflösung, die ein wenig zu groß ist. Auf dem Chromebook lässt sich die deutsche Sprache nicht innerhalb des Programmes einstellen. Das ist nur über einen zusätzlichen Befehl möglich. Mit beiden Kompromissen kann ich derzeit aber leben.

entwickelt mit Darktable
entwickelt mit polarr