Alltag

Weiße Weihnacht

Heiligabend liegt bekanntlich in der Winterzeit. Winter ist die Zeit der Dunkelheit, der Kälte, des Schneematsches, der weißen Pracht. Allerdings hatte wir um die Jahreswende in der Vergangenheit nicht das Vergnügen einer weißen Weihnacht. Eher Regen, Plusgrade oder lästigen Schnee-Matsch. Anders in diesem Jahr. Große und kleine Flocken tanzen seit den frühen Morgenstunde vor der Scheibe. Die Temperatur ist auch kalt genug, dass ein Flockenteppich liegen bleibt.  Soweit zur schönen Seite der weißen Pracht. Ein ganz normaler Winter scheint aber die Berufswelt zum Erliegen zu bringen. So sehr haben wir uns schon an eine warmen Winter gewöhnt, dass Schneehöhen von 15 cm zu einem Verkehrschaos führen. Flüge werden gestrichen, Oberleitungen und Weichen der Bahn frieren ein, Salzknappheit bei der Straßenwacht. Ich kann mich noch an Bilder aus den 70ziger Jahren erinnern, als sich die Schneeberge hier im Norden in Höhen von 1 bis 2 Meter erreichten.  Ganze  Ortschaften waren  tagelang von der Außenwelt abgeschnitten. Wie gehen unsere nordische Nachbarn mit Ihren Schneemassen um, oder bricht da auch das wirtschaftliche Leben beim ersten Schneefall zusammen. Scheinbar haben wir vergessen, was Winter wirklich bedeutet. Ich finde von Chaos kann man bei diesen Wetterverhältnissen nicht sprechen. Ich mag zwar die Winterzeit ganz und gar nicht. Das Vermummen, wenn man vor die Tür will  ist mir ein Greul, die frühe Dunkelheit macht mich schläfrig und lustlos.

Italienliebhaber, Geniesser, sommerlicher Pfeifenraucher, leidenschaftlicher Koch, Ex-Fiat 500 Fahrer & Hobby-Fotograf, Cmaper

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